Intelligenzdiagnostik          für Vorschulkinder ab dem 4. Lebensjahr und für SchülerInnen bis zu 16. Jahren

 

Wandel in der sonderpädagogischen Förderung durch Inklusion

Als ausgebildeter Sonderpädagoge für die Förderschwerpunkte Soziale und Emotionale Entwicklung und Lernen bringe ich bezogen auf Lernstörungen, Lernschwierigkeiten und zum Konstrukt der Lernbehinderung, nach einer nunmehr 19-jährigen beruflichen Erfahrung im Bereich sonderpädagogischer Diagnostik, eine besondere Expertise mit.

Während meiner Zeit als Sonderpädagoge an Förderschulen oblag mir als Gutachter für die Schulaufsicht die begabungsdiagnostische Untersuchung und Begutachtung zum Zwecke der Schuleignungsermittlung des jeweiligen Kindes bzw. des Jugendlichen für die Allgemeine Schule. Nach Antrag eines AO-SF (Sonderschulaufnahmeverfahren) führte ich sehr häufig (intelligenz-)testpsychologische Untersuchungen durch.

Am Ende der Begutachtung war in dem Gutachten die Frage von mir zu beantworten, ob die Schwere der Behinderung und das Schulversagen des Schülers als so schwerwiegend einzustufen war, dass der Schüler, trotz individueller Fördermaßnahmen, nicht hinreichend an einer Grund- oder Hauptschule gefördert werden konnte.

In diesen Fällen kam es dann von Seiten der Schulaufsicht zu einer Zuweisung zu einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt der entsprechenden Primärbehinderung. Fortan konnte die Schülerin oder der Schüler seine/ihre Schulpflicht nur noch an einer geeigneten Förderschule erfüllen.

Glücklicherweise ist diese „defizitorientierte Zuweisungsdiagnostik“ heute länger überholt. Die Feststellungen von Lernstörungen, Lernschwierigkeiten und auch die Feststellung einer Lernbehinderung sind heute im Grunde gleich geblieben, wenn gleich sie künftig in der Grundschule i.d.R. nicht mehr regelmäßig formal durch AO-SF festgestellt werden.

Verändert hat sich glücklicherweise durch die Inklusion auch der praktische Schluss, dass Kinder mit festgestelltem Förderbedarf, auf Weisung der Schulaufsicht, die entsprechende Förderschule, auch gegen den Willen der Eltern, besuchen müssen, d.h. nur dort ihre Schulpflicht erfüllen können.

Wie sich die Pauschalisierung der sonderpädagogischen Kompetenz (Verteilung von Sonderpädagogenstellen in den Schulen)  bei den Lern- und Entwicklungsstörungen in den Grundschulen auswirken wird, bleibt abzuwarten. Zu den Lern- und Entwicklungsstörungen zählen die Förderschwerpunkte Soziale und Emotionale Entwicklung, Lernen und Sprache.

Die Inklusion hat also zu einem Paradigmenwechsel geführt. Die Allgemeine Schule ist erster Förderort für alle Kinder.

Auf Antrag der Eltern können Kinder mit ausgewiesenem sonderpädagogischem Förderbedarf neben der Regelschule auch eine entsprechende Förderschule besuchen.  

In der Konsequenz bedeutet dies auch, dass die Eltern hier heute eine tätige Entscheidung treffen müssen. Eine solche Entscheidungsfindung, zu dem besten Förderort für das einzelne Kind, setzt jedoch voraus, dass die Eltern auch systemunabhängig beraten werden.  

In einigen meiner zurückliegenden Beratungsfälle muss dies leider bezweifelt werden, da hier wichtige Aspekte in der Beratung ausgeblendet blieben.  

Fühlen Sie sich bei der Entscheidungsfindung zum geeigneten Förderort unsicher, rate ich Ihnen dringend sich bei einer unabhängigen Beratungsstelle, wie z.B. Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen e.V. beraten zu lassen.

 

Bei fachlichen, d.h. begabungsdiagnostischen Fragestellungen können Sie sich gerne auch bei mir unter dem Kontaktformular melden oder Sie rufen mich an.