Intelligenzdiagnostik          für Vorschulkinder ab dem 4. Lebensjahr und für SchülerInnen bis zu 16. Jahren

 

Wechsler Skalen: Meilensteine in der Intelligenzdiagnostik: 

Was ist Intelligenz und wie lässt sie sich messen? 

Mit Hilfe der Wechsler-Skalen haben Wissenschaftler, Forscher wie auch in der Praxis tätige Psychologen oder Therapeuten ein Instrument an der Hand, um genau diesen Fragen auf die Spur zu kommen. Doch wer verbirgt sich hinter dem Namensgeber der psychologischen Testverfahren? Der US-amerikanische Psychologe David Wechsler (1896 bis 1981) entwickelte 1939 eine Testbatterie, welche unter dem Namen Wechsler Bellevue Intelligence Scale (WBIS) bekannt wurde. Anlass dazu und auch Kern der Tests war seine Annahme, dass die Intelligenz ein umfassender Begriff ist und sich diese aus unterschiedlichen Fähigkeiten zusammensetzt. 

Laut Wechsler handelt es sich bei Intelligenz um ein umfangreiches Talent eines Individuums, das sowohl zweckvolles Handeln, vernünftiges Denken und wirkungsvolles Auseinandersetzen mit der eigenen Umgebung beinhaltet. Weitere Neuerung seiner Wechsler-Skalen: Sie kombinieren theoretische Aufgaben mit praktischen Untertests, wodurch das Übermaß an Theorie anderer bis dato existierender psychologischer Testverfahren vermindert wird.

Eine Testbatterie – eine Zusammenstellung verschiedener psychologischer Testverfahren – speziell für Kinder veröffentlichte David Wechsler im Jahr 1949 mit der Wechsler Intelligence Scale for Children (WISC), die 1974 revidiert wurde. 1956 hielt das Testverfahren unter dem Namen Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Kinder (HAWIK) Einzug in die deutsche Forschung. 

Die WISC – augenblicklich in ihrer vierten Version auf dem Markt ( WISC-IV) – hat sich bis heute zum weltweit am häufigsten verwendeten Intelligenzverfahren für Kinder und Jugendliche entwickelt. 

Ihr Charakteristikum: Sie bündelt 15 Untertests, mit denen sich die Kennwerte Arbeitsgedächtnis, Sprachverständnis, Verarbeitungsgeschwindigkeit, wahrnehmungsgebundenes logisches Denken und ein Gesamt-IQ-Wert bestimmen lassen.

Mit der Wechsler Preschool and Primary Scale of Intelligence (WPPSI) – ein Intelligenztest für Kinder im Vorschulalter – kam im Jahr 1967 der letzte von David Wechsler entwickelte Test auf den Markt, der wiederum auch für den deutschsprachigen Raum interessant wurde. Zunächst unter dem Namen Hannover-Wechsler-Intelligenztest für das Vorschulalter-III (HAWIVA-III) herausgegeben, gibt es die deutsche Version seit 2009 wieder unter dem alten Namen WPPSI-III. 

Die  WPPSI-III widmet sich Kindern im Vorschulalter, bei denen ein Gesamt-IQ als Maß für den kognitiven Entwicklungsstand bestimmt werden kann. Darüber hinaus lassen sich mit dieser Wechsler Skala die Werte Verbal- und Handlungsteil, Verarbeitungsgeschwindigkeit sowie Allgemeine Sprachskala berechnen.

Auch fast 33 Jahre nach dem Tod von David Wechsler spielen seine Wechsler Intelligenztests in der deutschsprachigen wie auch internationalen Intelligenzforschung und -diagnostik eine wesentliche Rolle. 

Gerne nutze ich beide Testverfahren, den WISC-IV und die WPPSI-III, da sie  für den Praxiseinsatz gut geeignet sind.