Intelligenzdiagnostik          für Vorschulkinder ab dem 4. Lebensjahr und für SchülerInnen bis zu 16. Jahren

 

Lernbehinderung

Die Begriffe „lernbehindert“ und „Lernbehinderung“ sind um 1960 im Zusammenhang mit der Umbenennung der Hilfsschule in Schule für Lernbehinderte entstanden. Es ist kaum möglich, sie inhaltlich klar zu fassen und von anderen Begriffen wie z.B. Schulleistungsschwäche, Lernversagen oder Lernstörungen abzugrenzen. Es gibt nicht „die eine“ Lernbehinderung – hinter diesem Begriff stehen vielfältige Ursachen mit vielfältigen Komponenten, vielfältige Erscheinungsformen, verschiedene Ausprägungen und Abstufungen. Weiterhin ist eine Lernbehinderung nicht immer leicht auch von einer geistigen Behinderung auf der einen und einer (partiellen, zeitlich begrenzten) Lernschwäche auf der anderen Seite abzugrenzen. Die Übergänge sind fließend. Es ist eine Behinderung, die allzu oft nicht offensichtlich ist und dadurch erst sehr spät erkannt wird. Zum Beispiel erst dann, wenn Kinder im Vergleich mit anderen unterliegen oder bereits „versagt“ haben. Aus diesem Grund spricht man bei Lernbehinderungen auch von einer nicht offensichtlichen Behinderung oder einer „Behinderung auf den zweiten Blick“.